Auf Umwegen zum Wunschberuf

Zwei Pflege-Schülerinnen berichten in der Mitteldeutschen Zeitung vom 13./14. April 2019, wie sie auf Umwegen ihren Wunschberuf gefunden haben und warum sie ihn gern ausüben.

 

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Absolventen 2016

Gerade noch drückten sie die Schulbank, jetzt starten sie schon ins Berufsleben:

Im Sommer 2016 hat der 22. Jahrgang der DRK Berufsfachschule in Halle (Saale) die Ausbildung zum Altenpfleger erfolgreich abgeschlossen. 


Begleitet von ihren Familien und Freunden erhielten die Absolventinnen und Absolventen die Zeugnisse, die ihnen den Start in eine gesicherte, berufliche Zukunft ermöglichen. 

Fast alle der 19 jungen Frauen und Männer haben bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben – so auch Jasmin Völkel und Jenny Quilitzsch (zweites Foto), die sich in Zukunft im DRK-Altenpflegeheim Käthe Kollwitz der Pflege und Betreuung älterer Menschen widmen werden. 

Unsere Neuen: Zwei Berufseinsteiger in der DRK Altenhilfe

25 junge Menschen aus dem südlichen Sachsen-Anhalt haben ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Drei Jahre lang hatten sie an der DRK Berufsfachschule in Halle eine Ausbildung zum Altenpfleger absolviert – nun starten sie ins Berufsleben.

 

„Es ist die Liebe zum alten Menschen, die für mich ausschlaggebend war“, sagt Sandy Quilitzsch (2. v. l.). Sie wird ab 1. August 2015 im DRK Altenpflegeheim Käthe Kollwitz im stationären Bereich arbeiten und bekam noch am Tag der Zeugnisübergabe ihren Arbeitsvertrag. DRK-Landesgeschäftsführer Rainer Kleibs unterzeichnete ihn feierlich.

 

Auch Lisa Sauter (ganz links) wird den Betriebsteil DRK Altenhilfe Halle ab 1. August unterstützen – sie wird zunächst im ambulanten Bereich tätig sein. Auch Lisa erhielt ihren Vertrag zusammen mit dem Berufsabschluss-Zeugnis und wurde von Pflegedienstleiterin Kerstin Fuhrmann herzlich willkommen geheißen.

 

Altenpfleger ist DER Beruf der Zukunft. Und DER Beruf mit Jobgarantie: Fast alle der 25 frisch gebackenen Fachkräfte wissen bereits, wer ihr künftiger Arbeitgeber sein wird. Mit viel Elan, Einfühlungsvermögen und bester Fachkenntnis wollen die jungen Menschen ihren Job meistern: „Von den Senioren kommt so viel zurück, das ist das Schönste an diesem Beruf“, so der einhellige Tenor.

 

 

Frau Janine Leonhardt absolvierte ihre berufsbegleitende Ausbildung von Juni 2011 bis Juli 2013 im Pflegedienst Halle

Im Juni 2011 wechselte ich meinen Arbeitsplatz und ging zum Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. in den Ambulanten Sozialen Dienst als Pflegehilfskraft, diese ermöglichten mir meine schon angefangene Ausbildung berufsbegleitend zur Altenpflegerin fortzusetzen.

 

Am 11 März 2013 absolvierte ich mit guten Leistungen meine praktische Prüfung und werde meine Ausbildung im Juli 2013 erfolgreich abschließen.

 

Ich freue mich darauf, ab August als Pflegefachkraft, noch viele Jahre ein Teil dieses Teams zu sein und Danke hiermit nochmals der Einrichtungsleitung, der Pflegedienstleitung und den Mitarbeitern des Ambulanten Sozialen Dienstes für die Hilfe und Unterstützung.

 

Im Juli 2011 lernte ich bei meiner Arbeit beim DRK „Haus Sonnenhof“ Herr Lindner kennen. Wir bemerkten schnell, durch Gespräche, dass wir gemeinsame Interessen haben, wie den Fußball.

 

Herr Lindner ging früher gerne und regelmäßig zum Fußball aber über die Jahre verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und er zog sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.

 

Ich erzählte ihm, dass es viele Leute gibt, die im Rollstuhl sitzen oder andere Behinderungen haben und trotzdem regelmäßig zum Fußball gehen.

 

Um ihm die Angst zu nehmen, kaufte ich zwei Fußballtickets, holte ihm beim DRK „Haus Sonnenhof“ ab und ging mit ihm zusammen zum Fußballspiel in Stadion.

 

Er bemerkte schnell, dass keiner auf seine Behinderung achtete, denn es geht um gemeinsame Freude am Fußballspiel.

 

Herr Lindner geht jetzt immer zu jedem Spiel egal zu welcher Jahreszeit. Er steckte auch andere Bewohner vom „Haus Sonnenhof“ mit dem Fußballfieber an, die ihn gerne auch mal zu einem Spiel begleiten.

 

Für Herrn Lindner ist der Fußball ein Stück Lebensqualität, Lebensfreude, Gemeinschaftsgefühl sowie soziale Integration, was ihm die ganzen Jahre gefehlt hatte.

 

 

Janine Leonhardt

Halle (Saale), Juli 2013